16.7.2021

15 vor Christus eroberten die Römer das Alpenvorland.

Und die Geschichte Kemptens konnte beginnen…


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Kurz darauf wurde Cambodunum als römische Planstadt auf dem Lindenberg am östlichen Hochufer der Iller erbaut. Das muss um die Zeitenwende (also um Christi Geburt) gewesen sein.

Diese „Planung auf dem Reißbrett“ sah man der späteren Stadt an: Ihr Zentrum war durch ein rechtwinkliges Straßennetz in die Gebiete für öffentliche und private Bebauungen aufgeteilt. Die großen öffentliche Bauten stellen eine Besonderheit dar: das Forum mit großer Basilika, der Stadthalterpalast und vor allem der über vier Hektar große Bezirk für den Kaiserkult.

Archäologische Funde zeigen, dass zu Beginn die meisten Einwohner Cambodunums aus dem italisch-mediterranen Bereich sowie dem bereits früher romanisierten Westen und dem zentralalpinen Raum stammten.

In Cambodunum trafen also „waschechte“ Römer auf einheimisch-keltisch geprägte Menschen.


Bild 1: Die Römer erobern das Alpenvorland 15 vor Christus, E. Norden, Konzeption Design: Studio Leeflang
Bild 2: Rekonstruktionszeichnung Cambodunum um 100 n. Chr., Roger Mayrock

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