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Do 19.03.2020 I 19 Uhr I Kempten-Museum I Eintritt frei

QUA VIRDO ET LICCA FLUENTANT

"Wo Wertach und Lech zusammenfließen"
von Dr. Sebastian Gairhos

Archäologische Funde zu Spätantike und frühem Christentum in Augusta Vindelicum/Augsburg

Archäologische Untersuchungen sowohl in den spätantik-frühmittelalterlichen Siedlungsbereichen als auch in den Gräberfeldern gewähren neue Einblicke in die spätrömische Großstadt Augusta und ihre kontinuierliche Entwicklung ins Mittelalter. Bis zur Mitte des 5. Jahrhunderts lässt sich flächige Besiedlung innerhalb der Stadtmauer, die Aufrechterhaltung der Infrastruktur und der florierende Absatz von Fernhandelsgütern nachweisen. Auch im frühen Mittelalter ist die besiedelte Fläche rund um den heutigen Dom bemerkenswert groß. Im Gräberfeld um die Memoria der Märtyrerin Afra wird die städtische romanische Bevölkerung fassbar, die sich in ihren Bestattungsbräuchen signifikant von den zeitgleichen Bewohnern der benachbarten ländlichen Siedlungen unterscheidet. Vor diesem Hintergrund sollen die historischen Quellen zum spätantiken Christentum in Augsburg und zur Kirchenorganisation in Rätien erneut geprüft werden. Im Fokus steht die Frage nach einem spätrömischen Bischofssitz und dessen Kontinuität bis in karolingische Zeit.

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