28.10.2021

Made in Cambodunum (römische Bleietiketten)

Schon die Römer kennzeichneten ihre Waren mit Etiketten. Die kleinen, meist rechteckigen Anhänger aus Blei wurden in römischer Zeit für viele verschiedene Dinge verwendet, z.B. als Besitzmarken oder Preisschilder.


Besonders häufig kamen die Bleietiketten im Tuch- und Stoffhandel zum Einsatz. Hier wurden neben Preis-  und Mengenangaben auch die Namen der Besitzer oder Weber genannt.

Die Bleietiketten aus Cambodunum nennen uns mit Venimus, Senia und Croscus drei Händler oder Weber mit ihrem einheimischen Namen.

Seit römischer Zeit sind also Herstellung und Handel mit Stoffen und Tuchen ein wichtiger Teil der Wirtschaft.

Die Leinenproduktion, die dem Allgäu in späterer Zeit den Namen „Das Blaue Allgäu“ beschert hat, blickt also auf eine fast 2.000 Jahre alte Geschichte zurück, die im römischen Kempten ihren Anfang nahm.

Bilder: Bleietiketten aus Cambodunum, © Kulturamt Kempten, F: Susanne Mölle
Gestaltungselemente: Studio Leeflang