7.12.2021

ABC der Archäologie: "C" wie Chronologie

In unserem ABC der Archäologie stellen wir immer mal wieder Grundlagenwissen aus der Archäologie vor – knapp, verständlich und wissenschaftlich korrekt. Heute: "C" wie Chronologie.


Der Begriff Chronologie stammt aus dem Griechischen. „Chronos“ steht für Zeit, „lógos“ heißt so viel wie die Lehre. Chronologie bedeutet also „die Lehre von der Zeit“.

Die Chronologie ermöglicht es Archäolog:innen Funde und Befunde zu datieren, sie also zeitlich einzuordnen. Dabei wird unterschieden zwischen relativer und absoluter Chronologie.

Relative Chronologie:
Hier werden zwei oder mehrere Funde oder Befunde in eine zeitliche Reihenfolge gebracht. Was ist älter? Was ist jünger? Oder sind sie zeitgleich? Dabei geht es nicht darum, wie viele Jahre die Funde auseinanderliegen oder wie alt genau sie sind.

Absolute Chronologie
Um Funde mit einem konkreten Zeitpunkt oder Ereignis zu verbinden, benötigen wir die absolute Chronologie. Mit naturwissenschaftlichen Methoden, wie z. B. der Radiokarbon-Datierung (Datierung über ein radioaktives Kohlenstoffisotop) oder der Dendrochronologie (Untersuchung der Jahrringe bei Hölzern), kann eine mehr oder weniger genaue zeitliche Bestimmung erfolgen.

 

Bilder: Zeitstrahl Kempten (Auszug), Teil einer Infostele des APC-Erlebnis-Rundwegs
Gestaltungselemente: Studio Leeflang